Endreim

Der Endreim: Gleichklang von zwei Wort-Enden

Haus – Maus, Herz – Schmerz: Endreime kennt jeder. Es gibt kaum einen Popsong, der ohne auskommt. Was ein Endreim ist, ist auch leicht erklärt: Der Gleichklang von zwei Wort-Enden. Der Endreim ist somit das Gegenstück zur Alliteration (auch Stabreim genannt), dem Gleichklang am Anfang von zwei Worten. Oft markiert der Endreim das Ende der Zeile eines Verses und setzt die einzelnen Zeilen zueinander in Beziehung. Darum ist der Endreim für Dichter und Liedermacher von großer Bedeutung.

Der Endreim bringt Ordnung ins Gedicht

Die wichtigste Funktion des Endreims im Gedicht ist, durch den Gleichklang die Struktur der Strophe zu betonen. So bringt der Endreim Ordnung in das kreative Chaos der Sprache. Außerdem können sich Zuhörer und Leser Reime einfach besser merken als Prosa. Viele Redewendungen, Bauernregeln, Abzählreime und Werbesprüche sind darum in Endreimen verfasst. Fälschlicherweise wird das Wort „Endreim“ im täglichen Sprachgebrauch oft mit der Bedeutung von „Reim“ gleichgesetzt – dabei ist „Reim“ natürlich der Obergriff für alle Reimformen.

Definition des Endreims

Um einen Endreim handelt es sich, wenn sich zwei oder mehrere Reimwörter ab dem Vokal in der letzten betonten Silbe reimen. Je nachdem, wie viele Silben ein Reimwort hat, wird zwischen männlichen und weiblichen Endreimen unterschieden:

  • Weibliche Endreime klingen ab dem Vokal der letzten betonten Silbe UND in der folgenden Endsilbe gleich.
    Beispiel: Mutter / Butter
  • Bei männlichen Endreimen stimmt nur die letzte betonte Silbe überein.
    Beispiel: gelacht / die Macht

Darüber hinaus gibt es im Deutschen auch noch dreisilbige bzw. gleitende Endreime – zum Beispiel: verlorene / geschorene. Weitere Informationen zur Betonung von Silben findest du in der Verslehre.

Unterscheidung von Endreimen nach der Aussprache

Du kannst Endreime auch nach der Aussprache bzw. Phonetik kategorisieren und zwischen einem reinen und unreinen Reim unterscheiden:

  1. Reiner Endreim
    Von einem reinen Endreim spricht man, wenn die Reimwörter vollständig in der Aussprache ab dem letzten betonten Vokal übereinstimmen. Beispiele für einen reinen Endreim sind: gesehen / geschehen oder Herz / Schmerz.
  2. Unreiner Endreim
    Bei einem unreinen Endreim weicht die Aussprache der beiden Reimwörter geringfügig voneinander ab. Die bekanntesten Beispiele für unreine Endreime finden sich in der ersten Strophe von „Max und Moritz“

Ach, was muss man oft von bösen
Kindern hören oder lesen.
Wie zum Beispiel hier von diesen,
welche Max und Moritz hießen.

Bei den Reimwörtern „bösen / lesen“ und „diesen / hießen“ kannst du schon an der Schreibweise erkennen, dass es sich um unreine Reime handelt. Der unreine Endreim klingt vielleicht nicht ganz so schön, fällt aber dafür umso mehr auf. Dichter nutzen den unreinen Endreim, da er die kreativen Möglichkeiten der Sprache erweitert, wie ich in Tipps zum Reime schreiben ausführlich beschrieben habe.

Welche Endreime kannst du raushören?

Erweiterte Endreime

Weitere Unterscheidungsmerkmale von Endreime sind Grammatik und Morphologie. Außerdem kann man Reime nach ihrer Position im Vers charakterisieren. Ausgangsreime bzw. Versendreime stehen am Versende, während ein Binnenreim im Vers auftaucht. Schließlich kann man Reime auch nach dem Reimschema des Gedichts analysieren: Einige Beispiele sind Blockreim bzw. umarmender Endreim, Kreuzreim, Paarreim und Schweifreim. Hier findest du eine Übersicht aller Reimformen mit kurzen Erklärungen.

Hast du noch Fragen zum Endreim?

6 Kommentare zu Endreim

  1. Gladbach Supporter sagt:

    Danke Sean aber ich hab jetzt schon alles gefunden.

  2. bobo sagt:

    MAN SIT DAS DUMM

  3. Reimix sagt:

    Hallo Gladbach-Supporter,
    über den umarmenden Reim habe ich auch noch nicht so viel geschrieben. Du findest eine kurze Erklärung auf der Übersichtsseite „Reimformen“ http://www.reimix.de/reimschule/reimformen-und-reimfolgen/

  4. Gladbach Supporter sagt:

    in deutsch reden wir gerade über balladen und reimarten nh und da haben wir auch etwas über den umarmenden reim gehört den find ich bei euch nicht 😀

  5. Sean sagt:

    @deine Mudda,
    wer soll denn aus deinem Kommentar schlau werden? Wünschst du den Endreim zum Teufel? Wie wär’s dann mit einem „Häuflein Täuflein“?
    Gruß Sean

  6. Deine Mudda sagt:

    schreibt zum teufel hin wer ihn erfunden hat 😈

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