Illustration-Goldfisch im Aquarium von Kathleen Pierard

Ein besonderer Augen-Blick!

Augen sind angeblich die Fenster zur Seele eines Menschen. Sie lassen tief blicken. Aber was ist, wenn man schon so tief gesunken ist wie Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt hat? Was erblickt man dann in den Glubschern des Gegenübers? Fällt einem die Selbst-Erkenntnis womöglich wie Schuppen von den Augen? Oder vergeht der besondere Augenblick mit einem Bling-bling und alles ist vergessen?

Spaß beiseite

Heute habe ich große Augen gemacht, als ich die Illustration von Kathleen Pierard zum Goldfisch-Reim gesehen habe. Vor Überraschung, vor Freude, vor Staunen. Die Zeichnung regt zum Nachdenken an: Der Goldfisch scheint zu posieren und betrachtet seine Reflektion im Glas. Eine Flosse hat er/sie? an die schuppige Stirn, die andere in die Hüfte gelegt. Was er wohl in sich selbst sieht?

Auf jeden Fall scheint der Narzisst den jungen Jungen gar nicht wahrzunehmen, welcher ihn mit großen Augen und brav gefalteten Händen betrachtet. Durch dieses interessante Spiel mit unterschiedlichen Perspektiven hat die Illustratorin Kathleen Pierard die Moral des Kinderreims präzise eingefangen.

Gefangen in der eignen Welt
ist, wer sich selbst zu gut gefällt.

Mit Feder und Photoshop

Anders als bei der Illustration des Pechvogels hat Kathleen dies mal nicht mit Buntstiften gearbeitet, sondern die Konturen mit Zeichenfeder und Tusche vorgezeichnet. Anschließend wurde das Scribble mit farbiger Tusche ausgemalt. Im letzten Schritt wurde der Kontrast der Illustration in Photoshop künstlich verstärkt. Wie gefällt dir das Ergebnis?

Weitere Arbeiten von Kathleen Pierard findest auf Instagramm oder Facebook.

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