Details der Comicfigur

Comic Workshop:
Details und Schatten der Comicfigur

Willkommen beim dritten Teil des Comic-Workshops mit Angel Miguelez. Der Comic-Zeichner zeigt diesmal, wie die Details der Comicfigur ausgearbeitet werden. Außerdem erhältst du in diesem Comic-Workshop einige Tipps, wie man den Schatten einer Comicfigur realistisch gestaltet.

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Bleistift Skizze: Mut zum eigenen Stil

Ein Auge für Details

Ob im Kinderbuch oder im Internet: Eine Illustration muss auf Anhieb Aufmerksamkeit erzeugen. Dabei spielen viele Details eine Rolle, die dem Betrachter vielleicht gar nicht bewusst werden. „Die Kunst des Illustrators besteht darin, mit kleinen Details eine große Wirkung zu erzielen“, sagt Angel Miguelez. Dazu koloriert er nicht nur die Augen, sondern auch die Augenringe und einige Spritzer der Getränke auf dem Tablett. Du merkst: Die ganze Illustration wirkt sofort lebendiger. In dieser Phase der Illustration können auch weitere Details im Hintergrund ergänzt werden, aber: „Weniger ist mehr: Zu viele Details stören den Gesamteindruck“, betont Miguelez.

Mehr Volumen durch Schatten

Damit die Comicfigur mehr Volumen erhält, musst du ihr einen Schatten geben. Als Ausgangspunkt nimmt der Illustrator den Farbton des gewünschten Körperteils und verdunkelt diesen ein wenig. Um realistische Übergänge von hellen zu dunklen Flächen zu erzeugen, bietet die Illustrations-Software einen Filter für den Pinsel. Wähle die Option „Verwischen“ für deine Werkzeug-Spitze aus.

Profi-Tipp: Sonnenstrahlen symbolisieren

Viele Illustratoren haben am Anfang Schwierigkeiten damit, eine realistische Schattierung zu erzielen. Mit diesem Trick wird es leichter: Mal auf deiner Skizze eine symbolische Sonne in Form eines Fadenkreuzes. Vom Fadenkreuz ziehst du Linien zur Comicfigur. Damit werden die Sonnenstrahlen angedeutet. So kannst du sehen, auf welche Stellen das Licht fällt. Das sind die hellen Bereiche der Comicfigur; die anderen Bereiche liegen im Schatten. Erfahrene Illustratoren schummeln aber manchmal, wie Angel Miguelez verrät: „Durch gezielte Lichtreflexe kannst du den Kontrast der Comicfigur erhöhen. Das entspricht zwar nicht der Realität, sieht aber toll aus.“

Das richtige Format

Damit deine Illustration im Internet abgebildet werden kann, muss die PSD-Datei in ein gängiges Bild-Format umgewandelt werden. Am besten ist das JPG-Format geeignet. Die Auflösung des JPG sollte mindestens 72 dpi betragen. Wenn du willst, kannst du aber auch eine Auflösung von 150 dpi oder mehr verwenden. Achte nur darauf, dass die Illustration nicht zu groß wird, sonst verlangsamt sich die Ladezeit der Website. Zur Veröffentlichung auf Reimix ist eine Breite von 550 Pixel optimal geeignet. In der Höhe ist keine Obergrenze vorgesehen, allerdings sollte die Illustration homogen aussehen. Viele Illustratoren verwenden darum die bewährten, rechteckigen DIN-Formate oder viereckige Abbildungen.

Sicher konnten im Comic-Workshop nicht alle deine Fragen beantwortet werden. Schreib uns einfach, wenn du weitere Tipps zum Illustrieren brauchst. In der Galerie findest du einige Comicfiguren von Angel Miguelez und anderen Künstlern. Ich würde mich freuen, wenn du auch eine Illustration für Reimix machst.

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