Der Ton macht die Musik

Redewendung: Der Ton macht die Musik

Handgemalte Musiknote auf Wand

Der Ton macht die Musik

In dem Kinderreim „Was für ein Quak!“ habe ich versucht, die Redewendung „Der Ton macht die Musik“ zu verdeutlichen. Mit Ton ist der gute Umgangston gemeint, also der Tonfall, in dem man miteinander spricht.

Statt dem Frosch vorwurfsvoll zu sagen: „Dein Gesang hört sich ja grauenvoll an. Halt doch einfach die Klappe.“ könnte man es auch freundlicher ausdrücken, zum Beispiel: „Vielleicht solltest du noch ein wenig üben…“

Die Redewendung „Der Ton macht die Musik“ bedeutet also, dass die Stimmung entscheidend für die Wirkung der Worte ist.

Woher kommt die Redewendung?

Ein und derselbe Ton kann schön oder schrecklich klingen. Hast du schon mal versucht, eine Gitarre zu spielen? Wenn du die Gitarrensaite nicht richtig gedrückt hältst, schnarrt sie. Der Ton klingt unsauber. Noch schlimmer ist es, wenn eine oder mehrere Saiten der Gitarre verstimmt sind. Dann klingt dein Lied sehr schief bzw. dissonant (verstimmt). Nur ein talentierter Künstler schafft es, wohlklingende Töne mit viel Gefühl zu intonieren (anzustimmen). Daher rührt die Redewendung „Der Ton macht die Musik“. Übrigens: Im Kinderreim „Halt’s Maul!“ über den Kuckuck und den Esel findest du ein weiteres Beispiel für einen Streit unter Sängern.

Weitere Redewendungen im Überblick

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass im Kinderreim über den Frosch weitere Redewendungen zum Einsatz kommen. Hier ein Schnellüberblick:

  • Die Redewendung „Etwas auf die Ohren kriegen“ (Vers 10) kennst du bestimmt. Sie bedeutet, dass sich jemand etwas Schlimmes anhören muss (eine Moralpredigt oder ein besonders lautes Lied). Die Redewendung kann auch für eine Ohrfeige, eine Prügelstrafe stehen.
  • „Durch Mark und Bein“ (Vers 11) ist eine bekannte deutsche Redewendung die in vielen Märchen vorkommt. In der Regel ist es ein Schrecken, der jemanden bis ins Innerste erschüttert, bis in die Gebeine (anderes Wort für Knochen) und bis ins (Knochen-)Mark.
  • „Jemanden das Maul stopfen“ (Vers 15) ist eine umgangssprachliche Redewendung, die aussagt, dass man jemanden mit Gewalt zum Schweigen bringt. Wenn dein Mund mit einem Knebel ausgestopft ist, kannst  du keinen Ton mehr rauskriegen.
  • Wer „gegen den guten Ton verstößt“ (Vers 20), hält sich nicht an die gebräuchlichen Sitten und Manieren. Zum Beispiel gilt es als unhöflich im Beisein von anderen zu rülpsen. Der Kinderreim „Von der Hand in den Mund“ bietet Beispiele über Essenssitten.

Hier erkläre ich weitere Redewendungen, die in meinen lustigen Reimen verwendet werden. Viel Spaß beim Lesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.