Kinderreime-Buch von Reimix geplant

Wie sollte ein Kinderbuch mit illustrierten Kinderreimen aussehen?

Hallo Reime-Freunde,

Wie soll das Reime-Buch aussehen?

ich brauche mal wieder euren Rat. Endlich möchte ich die lustigsten Kinderreime in gedruckter Form veröffentlichen. Am liebsten würde ich jedem Kinderreim ein eigenes Buch spendieren denn ich finde: Weniger ist mehr. Vier Zeilen Text auf einer illustrierten Doppelseite – das reicht.

Das perfekte Kinderreime-Buch:
Wenig Text, große Bilder

Vielleicht kennt ja der ein oder andere das Kinderbuch „Gruffalo“ (auf Deutsch: Der Grüffelo) von Autorin Julia Donaldson und Illustrator Axel Scheffler. Dieses Kinderbuch ist ebenfalls in Reimen geschrieben und das Verhältnis von Text zu Bild finde ich dort genau richtig für Kleinkinder, Leseanfänger und Grundschulkinder. Beim Gruffalo stehen auf keiner Seite mehr als vier Zeilen Text, manchmal sogar nur eine Zeile. Die lustigen Illustrationen erzählen die Geschichte.

Beim Vorlesen mit meinen Jungs merke ich immer wieder, wie sie die Geschichte mit den Augen erfassen und auf kleine Details im Bild achten. Sie studieren die Gesichter der Figuren und hinterfragen ihre Motive. Die Comicfiguren werden lebendig und die Geschichte wirkt realistischer. Der Reim wird dabei fast zur Nebensache. Dieses Comicstrip-Format gefällt mir sehr gut.

Kinderreime als Comicstrip

Darum habe ich gemeinsam mit Illustrator Angel Miguelez mit den Kinderreimen über den selbstverliebten Goldfisch und den aufmerksamen Wachhund gezeigt, wie so ein Comicstrip aussehen könnte.

Mehrere Kinderreime in einem Buch zusammenfassen

Leider gibt es ein Problem: Ein Kinderreime-Buch herzustellen kostet Geld. Und ich kann es mir nicht leisten, beispielsweise den Reim über das Pech zu veröffentlichen und dann auf den Büchern sitzen zu bleiben. Darum überlege ich, die zehn lustigsten Kinderreime in einem Buch zu veröffentlichen. So wäre für jeden Leser etwas dabei – und das Risiko wäre etwas kleiner.

Dadurch ändert sich aber das Format: Auf der einen Seite steht der Reim mit allen 20 Zeilen Text auf der anderen Seite die Illustration. So eine Reime-Sammlung ist für Kleinkinder und Leseanfänger nicht so sehr geeignet und richtet sich eher an Grundschüler der dritten und vierten Klasse sowie Jugendliche und Erwachsene.

Illustration als „Schnappschuss der Geschichte“

Man sieht sofort, was passieren wird.

Bei dieser Buchform ist das Zusammenspiel von Sprache und Bild nur eingeschränkt möglich. Die Illustration muss quasi die ganze Geschichte in einem Schnappschuss festhalten. Dabei wird das Ende der Geschichte leider in der Regel vorweggenommen. Beim Reim über das Pech zum Beispiel sieht man in der Illustration sofort, dass das Brot auf dem Boden landet. Stellt euch vor, beim Gruffalo würde man auf dem ersten Bild sehen, wie das Monster vor der Maus wegläuft. Die Spannung ist somit hinüber.

So, jetzt kennt ihr mein Dilemma. Darum die Frage an euch, liebe Reime-Freunde:

Soll ich volles Risiko gehen und einen Kinderreim als Comicstrip veröffentlichen? Oder soll ich lieber auf Nummer sicher gehen und einen Sammelband mit mehreren Kinderreimen herstellen?

2 Kommentare zu Kinderreime-Buch von Reimix geplant

  1. Sean sagt:

    Hallo reimerlei,
    vielen Dank für dein Feedback. Ob der Reim die ganze Geschichte tragen kann? Das hoffe ich.

    Fast jeder Reim ist wie eine Mini-Fabel aufgebaut – mit Einleitung, Ausarbeitung, Pointe und moralischer Frage am Schluss. Oft erleben die Figuren ein Wechselbad der Gefühle. Es wäre natürlich schön, diese Emotionen in einer Illustration veranschaulicht zu sehen.

    In den Reimen stecken auch häufig Wortspiele sowie Andeutungen, die für Grundschul-Kinder beim ersten Lesen nicht unbedingt erschlossen werden können. Durch die Illustrationen erhielten jüngere Kinder zusätzliche Informationen, die die Bedeutung des Textes entschlüsseln helfen und zum wiederholten Lesen motivieren.

    Und die Bilderbuchverlage? Für diese mühselige Arbeit fehlt mir die Motivation. Googlen die nicht auch mal nach „Kinderreim“? Dann müssten die doch längst auf Reimix aufmerksam geworden sein.

    Noch mal vielen Dank für deine Rückmeldung.
    Gruß Sean

  2. reimerlei sagt:

    Es kommt natürlich darauf an, wie lang und vielschichtig so ein Reimtext ist – trägt einer allein ein ganzes Buch? Falls ja, würde ich um den Text herum durch üppige Illustrationen dieser einen Geschichte eine weitere Dimension geben.
    Eine Reimsammlung ist auch denkbar, dann aber textlastiger mit etwas zurückgenommenen Illustartionen.
    Und vielleicht auch einfach den Mut haben, die Texte bei Bilderbuchverlagen einzureichen. Die Chance ist zwar klein, nur ein verschwindend geringer Prozentsatz schafft es – aber den Versuch ist es doch wert! LG, reimerlei

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