Lustiger Kinderreim über den Stierkampf

Olé! Oh je.

Autsch! Das tut weh.

In der Arena steht der Stier,
ein stolzes, starkes, schönes Tier,
und lässt sich von den Zuschauern
lauthals feiern und bedauern.

Denn leider schlägt die Zuneigung
vom Publikum doch recht schnell um.
Olé! Da kommt der Matador!
Die Menge jubelt, springt empor.

Dieser schreitet stolz, verwegen,
schwer bewaffnet mit den Degen,
verbeugt sich tief vorm Publikum,
der Bulle findet das zu dumm.

Jetzt schwenkt der Matador das Tuch,
der Stier sieht rot, er hat genug!
Wütend bläst er zur Attacke,
piekst ihn in den Po! Au Backe!

————————————————

Und was lernt man mit Beschämen?
Jemand auf die Hörner nehmen,
zeugt von schlechten, rohen Sitten:
doch der Streit erfreut die Dritten.

Kinderreim Copyright © Sean Kollak, 17.07.2009

Du kannst den Kinderreim über den stolzen Stier kostenlos runterladen.

Reimix LogoWarst du schon mal bei einem Stierkampf? Hat es dir gefallen? Oder findest du, dass Stierkampf Tierquälerei ist? Unten kannst du deine Meinung schreiben. Und hier findest du noch mehr lustige Kinderreime.

11 Kommentare zu Lustiger Kinderreim über den Stierkampf

  1. Reimix sagt:

    Liebe Sabine,
    ich freue mich sehr über deine moralische Unterstützung. Das macht mir Mut. Ich hatte schon überlegt, die Kommentare für diesen Reim zu schließen, weil nur Kritik kommt, die sich nicht mit dem Reim auseinandersetzt. Dabei ist es ganz simple: Es gibt einen stolzen Stier und einen stolzen Matador. Beide wollen, dass das Publikum nur ihnen zujubelt. Und das Publikum will einen Streit sehen und johlt, wenn die beiden mit gesenktem Kopf aufeinander losgehen. In meinem Reim ist also keine der 3. Parteien unschuldig. Das ist im echten Leben natürlich anders, wo der Stier für seine Zurschaustellung und die anschließende Quälerei nichts kann.

  2. Sabine sagt:

    Finde diesen Reim goldig und gelungen.
    Es wird weder Blutvergießen noch Gewalt geschildert, also meiner Meinung nach eine gute Herangehensweise für Kinder. Kinder können der meiner Meinung nach mit sowas umgehen und es bietet einen guten Startpunkt um diverse Themen aufzugreifen.

  3. Reimix sagt:

    Lieber Joly,
    werd ich nicht. Haben Sie je Tom & Jerry gesehen? Wenn Sie etwas gegen den Stierkampf unternehmen wollen, unterzeichnen Sie eine entsprechende Petition. Das hier ist ein Reim – und bei dem geht es um Eitelkeit und Stolz und die Gunst des Publikums – sonst nichts. Ich muss es wissen: Ich habe den Reim geschrieben. Deswegen sind meine Kommentare auch keine Rechtfertigungen. Ich muss mich nicht rechtfertigen. Aber Sie vielleicht: Sind Sie Vegetarierer? Aus welchem Material sind Ihre Schuhe? Wie wurde Ihr Parfüm getestet? Trinken Sie nur Milch vom Biobauern und Eier von glücklichen Hühnern aus der Freilufthaltung? … Machen Sie sich doch nicht lächerlich. Statt andere zu kritisieren, für den Versuch, kritisches Denken anzuregen, sollten Sie sich selbst erst Mal darin üben.

  4. Joly E. sagt:

    Geschmacklos!

    Sehr geehrter Herr Kollak,

    dieses ernste Thema hat nichts in einem (lustigen) Kinderrheim zu suchen, das scheinen Sie nicht zu verstehen, wie Ihre Rechtfertigungen hier verdeutlichen.

    Sie schreiben „In dem vorliegenden Kinderreim geht es um Eitelkeit, Stolz und Wankelmütigkeit. Nicht um das Töten.“ und „der Stier gewinnt“.

    Eine barbarische Hetzjagd – danach der Tod

    Die Abschlachtung in der Arena, eine öffentliche Hinrichtung basierend auf Gefühlskälte, Erbarmungslosigkeit, Unmenschlichkeit, Brutalität und Grausamkeit – DAS bietet Ihnen die Grundlage für einen „lustigen Kinderrheim“?! Hierbei ist völlig irrelevant, wer „gewinnt“!

    Sie sollten nochmals darüber nachdenken, was für eine Grausamkeit Sie hier aufgreifen – und die Überschrift „Lustiger Kinderreim über den Stierkampf“ entfernen.

    MfG,
    Joly E.

  5. Hallo Annette,
    danke für Ihre Kritik. Das Kinderbuch Toro ist mir nicht bekannt, hört sich aber gut an. Mir ist es sehr wichtig, dass meine Kinderreime eigenständige unterhaltsame Geschichten erzählen – und nicht alzu sehr pädagogisieren.
    Die Frage der Moral wird in meinen Fabeln ganz bewusst nicht eindeutig gelöst, da dies dem wahren Leben entspricht. Gut und Böse vermischen sich alzu oft – und jeder (auch Kinder) haben die Verantwortung, den Wert des Lebens und die Werte, nach denen sie leben wollen, selber zu erkennen und zu definieren.

  6. Hallo Frau Kneis,
    Ihre bisherigen Kommentare wurden gelöscht, weil sie sich NICHT auf den Reim bezogen, sondern Ihre Ideologie breitgetreten haben. Dies ist eine Plattform für Kinder. Kinder sollen zum Nachdenken angeregt werden. In dem vorliegenden Kinderreim geht es um Eitelkeit, Stolz und Wankelmütigkeit. Nicht um das Töten. Ich glaube, Sie haben das nicht verstanden.
    Lesen Sie doch bitte einmal den Reim über die Mücke und lassen Sie mich Ihre Meinung dazu wissen… Nur um meine Einstellung klar zu machen: Ich achte jedes Lebewesen. Auch Mücken, Fliegen, Spinnen und Ameisen werden in meinem Haushalt nicht getötet. Das bringe ich meinen Kindern bei. Gleichzeitig bringe ich ihnen Eigenständigkeit, Lachen und Lesen bei. Ich bitte Sie darum, ein wenig mehr zwischen den Zeilen zu lesen.
    Versöhnungangebot: Wie wär’s, wenn Sie einen Reim über den Wert des Lebens schreiben. Gerne veröffentliche ich den bei Reimix. (Er sollte nur lustig sein.)

  7. zzony sagt:

    Geschmacklos

  8. Adrienne Kneis sagt:

    Bitte wengistens diesen Kommentar von mir ENDLICH stehen lassen:

    Wie kann man eine solch grausame, barbarische Hinrichtung nur so verharmlosen und dieses Thema derart unangemessen aufgreifen?! Diese Thematik hat meiner Ansicht nach NICHTS in einem Kinderreim zu suchen! (Ganz gleich, wer „gewinnt“)Und dann noch den Kommentar „witzig“ darunter stehen lassen! Hier geht es um das bestialische Ermorden von Mitlebewesen! Und das soll witzig sein?!

    «Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.» (Alexander von Humboldt 1769-1859)

    Adrienne Kneis – für eine Kultur ohne Misshandlung von Tieren

  9. Annette sagt:

    Sehr geehrter Herr Kollak,
    kennen Sie das Kinderbuch TORO von Stephanie Lunkewitz? Es ist eine Fabel über einen Stier, der dem Tod in der Arena entkommt, weil er auf eine ungewöhnliche Freundschaft zu einer Maus vertraut. Die beiden ungleichen Freunde setzen die Gesetze einer alten Tradition außer Kraft, die hinter ihrer ‚faszinierenden‘ Anziehungskraft vor allem eines ist: GRAUSAM!
    Ihr Reim scheint eher eine Verherrlichung dieses blutigen Kampfsportes darzustellen – auch wenn der Stier wie Sie so schön sagen ‚gewinnt‘. Auf jeden Fall ist Ihr Reim für Kinder NICHT geeignet!

  10. Liebe Adrienne,
    ich bin vollkommen deiner Meinung, dass alle Lebewesen geachtet werden sollen. Darum gewinnt in meinem Reim von Stierkampf auch der Stier.

  11. Taniotoshi sagt:

    Witzig :mrgreen:

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