Der Reime-Blog Bei Reimix findest du lustige Reime, Kinderreime und Fabeln, die mit Comics illustriert werden. Alle Reime kannst du kommentieren und kostenlos runterladen. Außerdem kannst du deine Illustrationen im Reime-Blog veröffentlichen. Viel Spaß!
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Hiobsbotschaften: Schlechte Nachrichten
Was bedeutet Hiobsbote?
Ein Hiobsbote ist ein Mensch, der schlechte Nachrichten überbringt. Wenn ein Arzt einem Patienten mitteilen muss, dass dieser schwer erkrankt ist, spricht man von einer Hiobsbotschaft.
Der Begriff „Hiobsbote“ stammt aus dem Alten Testament und setzt sich aus zwei Worten zusammen: „Hiob“ und „Bote“. Hiob war ein sehr gläubiger Mensch, der vom Satan auf die Probe gestellt wurde. Erst verlor er seinen Reichtum, dann nacheinander alle Familienmitglieder und wurde schließlich von einer schlimmen Krankheit befallen. Nach jedem Schicksalsschlag überbrachte ein Bote, ein Überlebender des Unglücks, Hiob die schrecklichen Nachrichten, die Hiobsbotschaften.
Moderne Beispiele für Hiobsbotschaften
Heutzutage wird das Wort Hiobsbote unabhängig von Glaube und Religion verwendet. Eine Hiobsbotschaft ist zum Beispiel, wenn dein Lehrer verkündet, dass du eine Klassenarbeit nicht bestanden hast und nicht in die nächste Stufe versetzt wirst. Auch auf dem Weg zur Schule kannst du jeden Morgen Hiobsbotschaften lesen – am Kiosk bzw. Zeitungsautomaten. Denn viele Boulevard-Zeitungen verkünden auf der Titelseite in fetten Schlagzeilen schreckliche Nachrichten, die uns Leser in Angst und Schrecken versetzen sollen. Terror! Krieg! Tod! Mord! Vergewaltigung! … Jedes dieser Schlagworte signalisiert eine Hiobsbotschaft.
Im Raucher-Reim findest du ein makaberes Beispiel für eine Hiobsbotschaft.
Was ist „Moral“?
Viele Fabeln enden mit der rhetorischen Frage: „Und die Moral von der Geschicht?“ In der Antwort auf diese Frage wird die pädagogische Aussage der Fabel zusammengefasst. Eine Moral ist also eine Lehre, ein Beispiel für anständiges, vorbildliches Verhalten.
Bei der Moral geht es um die Frage, welche Werte für dein Leben wichtig sind, welches Verhalten gut ist und nach welchen Vorstellungen du dein Leben führen willst. Jeder Mensch verfügt über eine Moral, über ein Verantwortungsbewusstsein bzw. ein Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Mitmenschen, Tieren und der Umwelt. Jeder weiß zum Beispiel, das Lügen, Stehlen und Töten unmoralisch ist. Wenn man es trotzdem macht, hat man darum ein schlechtes Gewissen.
Doppelte Moral und Moralapostel
Manche Menschen haben eine „doppelte Moral“. Das heißt, dass sie sich nicht nach den Werten richten, die sie predigen. Und dann gibt es noch die „Moralapostel“: Das sind Menschen, die ständig versuchen, andere Menschen zu einem gewissenhaften Lebensstil zu bekehren. Moralapostel können ganz schön nerven.
Moralische Fragen am Ende
Bei Reimix mache ich es etwas anders als in der Fabel. Die letzte Strophe wird oft mit einer Frage nach der Moral eingeleitet: „Und was lernen wir daraus?“ Damit wirst du als Leser aufgefordert, dir deine eigenen Gedanken über die „Moral von der Geschicht“ zu machen und dich nicht einfach nach der vorherrschenden Moral zu richten.
Weitere Synonyme für Moral sind: Sitte, Sittenlehre, Ethik, Ethos, Disziplin.
Was bedeutet “Auf einer Welle schwimmen”?
Die Redewendung „Er schwimmt auf einer Welle” kommt - man glaubt es kaum - vom Schwimmen. Jeder, der schon mal geschwommen ist, weiß, dass es einfacher ist, mit einer Welle zu schwimmen als gegen die Strömung.
Durch die Wucht der Welle wird der Schwimmer mitgetrieben. Wer auf einer Welle schwimmt, dem fällt das Vorwärtskommen also ziemlich einfach. Es geht quasi wie von selbst. Im Beruf sagt man darum, dass jemand „von einer Welle des Erfolgs getragen“ wird. Sicher hast du den Spruch „Er hat eine Erfolgswelle.“ schon mal gehört.
Auch im Surfsport kann die Redewendungen „auf einer Welle“ schwimmen eingesetzt werden. Denn beim Surfen müssen die Sportler auf einem Surfboard möglichst lange und geschickt auf einer Welle im Meer balancieren.
Im Kinderreim über den Hai wird gezeigt, was passiert, wenn die Erfolgswelle plötzlich endet.
Erläuterung für das Wort “bersten”
Das Wort „zerbersten“ ist eine Steigerung von „bersten“. Es bedeutet so viel wie: aufkrachen, brechen, zertrümmern, platzen.
Aber nicht nur Dinge, die eine Schale haben, können bersten, sondern auch Beziehungen zwischen Menschen. Nämlich dann, wenn man sich streitet und die Freundschaft entzwei geht. Träume können ebenfalls zerbersten, wenn sie sich nicht erfüllen.
Es ist unglaublich, wie viele sinnverwandte Worte es für zerbersten gibt: losgehen, zersplittern, zerbrechen, zerspringen, aufplatzen, detonieren, explodieren, kaputtgehen. Weitere Synonyme für bersten sind: zerschellen, zerknallen, knacken.
Im Osterreim „Einmal Ostern ohne Eier“ wird ein Ei zerborsten.
Was bedeutet das Wort “Verzehr”?
Mit Verzehr ist das Essen gemeint. Andere Begriffe für Verzehr sind Proviant oder Speise. Weitere Synonyme für Verzehr sind: Bedarf, Zeche, Aufwand.
Man kann sich aber auch „nach einem geliebten Menschen verzehren“. Das bedeutet, dass man diesen schmerzlich vermisst – so wie das tägliche Essen. Statt verzehren kannst du auch verspeisen, aufbrauchen oder ausgeben sagen.
Wenn etwas sehr stark an dir zehrt, dann wird es dich auf Dauer zerstören.
Sinnverwandte Begriffe für „zehren“ sind: vergeuden, dahinschwinden, abwetzen, abtragen, abnützen.
Im Osterreim „Einmal Ostern ohne Eier“ wird der Begriff Verzehr verwendet.
Erklärung der Redewendung
“die gleiche Leier”
Die Leier ist ein Instrument, das mit einer Kurbel bedient wird. Dieses Musikinstrument kann jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Liedern spielen, die sich ständig wiederholen.
Irgendwann geht einem die eintönige Melodie gehörig auf die Leier. Deswegen spricht man auch von einem Leierkasten. Noch schlimmer ist, wenn ein Sache leiert oder ausgeleiert ist. Dann ist sie nämlich schon sehr stark abgenutzt und kaum noch zu gebrauchen.
Daraus ist die Redewendung „Jedes Mal die gleiche Leier“ oder auch “Immer die alte Leier” entstanden. Diese Redewendung besagt, dass man über eine Situation nicht glücklich ist, weil sie sich ständig wiederholt. Es ist ein Ritual, bei dem der Ablauf immer gleich und das Ende vorhersagbar ist. Es gibt also keine Spannung oder Überraschung. Ein Synonym für Leier ist: Gepflogenheit.
Im Osterreim „Einmal Ostern ohne Eier“ versucht ein Osterhase die Leier zu verändern. Leider erfolglos.
Was bedeutet “Dung”?
Ein anderes Wort für „Dung“ ist „Mist“. Aus dem Dung von Tieren kann man natürlichen Dünger herstellen, da Ballaststoffe, aber auch unverdaute Reste wie Fett, Stärke, Bindegewebs- und Muskelfasern Wasser darin enthalten sind.
Wenn ein Bauer den Kot von Kühen auf dem Feld verteilt, sagt man, dass er das Feld düngt. Auch der Dung von Vögeln kann sehr gut für die Pflanzen sein, er wird Guano genannt. Weitere Synonyme für Dung sind: Jauche, Kuhfladen oder auch Scheiße.
In der Fabel über den Pechvogel wird gezeigt, dass Dung auch noch andere positive Eigenschaften hat.
Was bedeutet “auf der Hut” sein?
„Auf der Hut sein“ ist eine Redewendung, die besagt, dass man vorsichtig ist bzw. dass man sich vorsieht. Sehr wahrscheinlich wurde die Redewendung von dem Wort „Hut” abgeleitet, da dieser früher meistens als Schutz vor Regen, Schnee und Wind genutzt wurde.
Eine verwandte Redewendung ist „sich vor etwas hüten“, sich in acht nehmen. Andersherum kannst du auch etwas „behüten“, was dir wichtig ist. Zum Beispiel behütet ein Drache seinen Schatz und ein Schäfer hütet die Schafe. Auch der Begriff „Verhütung“ hat eine ähnliche Bedeutung. Wer verhütet, schützt sich davor schwanger zu werden.
Bei der Armee gibt es eine „Vorhut“, das ist eine Gruppe, die vorsichtig die Gegend auskundschaftet. Weitere Synonyme für „auf der Hut“ sind: wachsam, achtsam, behutsam, aufmerksam.
In der Fabel über den Pechvogel und im Reim Schutz für Schädel wird beschrieben, was passieren kann, wenn man nicht auf der Hut ist.
Erklärung für Kalauer
„Kalauer“ ist ein anderes Wort für Witz oder Witzelei. Wer einen „Kalauer macht“, erzählt einen Witz oder lustigen Spruch. Die Redewendung „Ein Kalauer jagt den nächsten“ beschreibt, dass ein Witz auf den anderen folgt.
Doch selbst dem größten Witzbold bleibt manchmal „der Kaulauer im Halse stecken“: dann war etwas überhaupt nicht komisch. Dem Spaßvogel verschlägt es die Sprache. Weitere Synonyme für Kalauer sind: Scherz, Spaß, Ulk, Schlagfertigkeit, Gag, Narretei.
Auch bei Reimix findest du den einen oder anderen Kalauer – zum Beispiel im Reime-Rap.
Können Menschen weiden?
Nicht nur Tiere können weiden, sondern auch Menschen. Aber während Tiere auf der Wiese weiden, also Gras fressen, weidet sich der Mensch an etwas, dass ihm gut gefällt.
Du weidest dich an einem schönen Anblick – zum Beispiel von deiner Freundin. Wenn etwas so toll aussieht, spricht man auch von einer „Augenweide“. Weitere Synonyme für Augenweide sind: Freude, Anmut, Genuss, Sinnenfreude. Ein etwas veralteter Ausdruck ist Labsal.
Auch an Reimen kann man sich weiden – zumindest wird das im Reime-Rap behauptet.
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